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Zwischen Azorenhoch und Monsuntief pfeift fast den ganzen Sommer über der Glücksbringer der Surferherzen. Eingezwängt von den massiven Hoch- bzw. Tiefdruckgebieten beschleunigt diese Luftbewegung am stärksten in der Ägäis. Aus Norden kommend trifft der Meltemi auf den türkischen Gebirgszug und bekommt dort seine westliche Richtungskomponente. Nun ist die Topografie der einzelnen Spots entscheidend, wo, wann, wie viel Knoten "hämmern".

Grundsätzlich beschleunigt der Wind an Ecken und Kanten. Dieser strömungs-technische Effekt kommt auf der Insel Rhodos nur dem äußersten Norden und Süden zu Gute. Prasonisi, in der südlichsten Gunst der Strömungslehre gelegen, hat noch einen zusätzlichen Windgenerator. Venturi, der "Erfinder" der Düse, beschreibt diesen Effekt als Beschleunigung bodennaher Luftströmungen an Geländeengstellen, wodurch die Windgeschwindigkeit gegenüber der Umgebung zum Teil beträchtlich erhöht wird.
Die kleine vorgelagerte Insel und die Formation des Südzipfels von Rhodos komprimieren die Luftmassen nochmals und Meltemi steigt noch stärker aufs Gaspedal. Im Schnitt gibt es hier 1-2 Windstärken mehr als sonst wo auf der Insel.